Integrative (heil-) pädagogische Handlungskompetenz

Die Integrative (heil-) pädagogische Handlungskompetenz unterstützt Pädagog_innen mit Kindern, Jugendlichen und Familien, die erschwerte Entwicklungsbedingungen haben, entwicklungsfördernd und ressourcenorientiert zu arbeiten. Sie lernen achtsam mit den Kindern, deren Familien und sich selbst umzugehen.

Das Seminar vermittelt einen Einblick in die grundlegenden Kompetenzbereiche der integrativen (heil-) pädagogischen Handlungskompetenz.

  • Selbstkompetenz
  • Sachkompetenz / Fachwissen verschiedener Erklärungsmodelle und Konzepte
  • Verstehenskompetenz
  • Handlungs- und Methodenkompetenz

Insbesondere die (integrative) Verstehenskompetenz ist in der täglichen pädagogischen Begegnung mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien von besonderer Bedeutung, um achtsame Entscheidungen treffen und geeignete Methoden wählen zu können.

Wir beschäftigen uns mit einem 3 Ebenen – Verstehensmodell, das die Grundlage unseres professionellen Verstehens und Handelns darstellt:

Die Ebene der Person       (intrapsychische Dynamik)

Die Ebene des Kontextes  (Fragen nach dem System, in dem das „Problem“-Verhalten auftritt)

Die Ebene der Beziehung (zwischenmenschliche Kommunikation)

Dieses Modell entwickelt die drei Ebenen aus verschiedenen Ansätzen heraus. Die Ebene der Beziehung ist auf der Grundlage der Transaktionsanalyse und die Ebene des Kontextes auf der Systemtheorie aufgebaut. Der Bereich der Person, in der es um die intrapsychischen Dynamiken geht, wird mit einem tiefenpsychologisch orientierten Modell bearbeitet. Ebenfalls können aus anderen Richtungen Modelle hinzugefügt werden, wenn sie zur Bereicherung und damit zu ergänzenden Perspektiven beitragen können.

Im Bereich der Handlungs- und Methodenkompetenz werden verschiedene Grundlagenmethoden beispielhaft vorgestellt, jedoch nicht vertiefend bearbeitet; der Methodenkoffer des jeweiligen pädagogischen Teams sollte breit gefächert zur Verfügung stehen.

  • Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach C. Rogers als Grundlage für das Gestalten „helfender Gespräche“
  • Das non – direktive Verfahren / in Anlehnung an die klientenzentrierte Spieltherapie nach Schmidchen

Im Bereich der Selbstkompetenz lernen wir, uns selbst differenzierter, offener und wertschätzender wahrzunehmen, zu verstehen und dabei achtsam mit uns umzugehen.

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte

In der Teilnahmegebühr sind enthalten

  • Arbeitsmaterialien und Unterlagen
  • Verpflegung
    • zwei Kaffeepausen mit kleinen Snacks
    • leichtes Mittagessen
    • Tagungsgetränke – Apfelsaft und Mineralwasser

Veranstaltungsort

Jugendherberge Leer
Süderkreuzstraße 7
26789 Leer


Referenten

leinerstift-blankoPeter Rudolph