KSK – Kompetenz für sichere Konfliktbewältigung

Als Lehr- oder Integrationskraft in der Schule, Fachkraft in Kita, Kindergarten oder der Kinder- und Jugendhilfe oder auch als Fachkraft in der Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen kann man mit den Schüler_innen, jungen Menschen oder Klient_innen in Situationen geraten, in denen Wut, Ärger, Missverständnisse oder Stress zu Streit und gewalttätigen Übergriffen führen. In diesen Arbeitsbereichen nimmt das deeskalierende Handeln einen besonderen Stellenwert ein und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Doch was bedeutet eigentlich deeskalierendes Handeln? Welche Haltung steht hinter dieser Arbeitsweise? Welche Interventionsmaßnahmen können helfen, um die Emotionalität in schwierigen Situationen zu lenken und damit Auseinandersetzungen zu vermeiden oder zu beenden?

Wirksam eingreifen – Eskalation verhindern

Eines der grundlegenden Ziele unseres Deeskalationstrainings ist es, Gefahren und risikoreiche Situationen sicherer einschätzen zu können. Diese Einschätzung bildet die Grundlage, um im nächsten Schritt gezielt Handlungsschritte einzuleiten, die den Eskalationskreislauf durchbrechen und auf eine lösungsorientierte Arbeitsebene zurückführen, ohne dabei die eigene Sicherheit oder die der Anderen zu gefährden. Neben theoretischen Inputs zu Deeskalationsprozessen, Aggressionsursachen und auch rechtlichen Rahmenbedingungen spielen dabei in allen Modulen auch die eigene innere Haltung und Sicherheit sowie verbale und non-verbale Ausdruckstechniken eine wichtige Rolle. Auf der übergeordneten Ebene sollen auch die Dynamiken von Deeskalationsprozessen beleuchtet und durch den Ansatz der multisystemischen Arbeit aufgewiesen werden, welche Einflussfaktoren auf aggressives Verhalten wirken können und wie man diesen begegnet.

Erlernen von Konfliktlösungsmethoden

Neben den theoretischen Inputs steht die praktische Erfahrung der Teilnehmenden durch Kommunikations- und Videotrainings sowie durch das Erlernen von Körperinternventionstechniken im Vordergrund der Weiterbildung. Durch die videobasierten Trainingseinheiten kann das eigene Verhalten in Gefahrensituationen reflektiert und Konfliktlösungsmethoden erprobt und geübt werden. Die Teilnehmenden profitieren dabei von der langjährigen Berufserfahrung der Referent_innen und Trainer_innen im Umgang mit sogenanntem Hoch-Risiko-Klientel.

Nachhaltigkeit sichern

Die Weiterbildung erstreckt sich über einen Gesamtzeitraum von sechs Monaten in vier Blöcke von je zwei Tagen. Zwischen den einzelnen Blöcken bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, das Erlernte in der Praxis zu erproben und im nächsten Block des Deeskalationstrainings zu reflektieren.

Die Teilnehmer_innen der Weiterbildung können im Anschluss des Deeskalationstrainings:

  • unterschiedliche Formen von Gewalt herausstellen
  • rechtliche Rahmenbedingungen erläutern und ihre Relevanz erkennen
  • Aggressionsursachen erkennen und zwischen verschiedenen Beweggründen unterscheiden
  • Aggressionsursachen erkennen und in ihrer Relevanz einordnen
  • Dynamiken von Deeskalationsprozessen erkennen und gestalten
  • verbale Gesprächsstrategien unterscheiden und anwenden
  • Machtkämpfe erkennen, bewerten und unterbrechen
  • Körperinterventionstechniken in ihrer Angemessenheit einschätzen und ihre Anwendung abwägen
  • Körperinterventionstechniken anwenden
  • die Beziehungsebene im Deeskalationsprozess berücksichtigen und rekonstruieren
  • verschiedene Methoden zur Restabilisierung einer Gruppe nach einer Eskalation anwenden
  • eigene Stressoren erkennen und im Kontext von Gewaltsituationen reflektieren
  • eigene Ressourcen im Kontext gewaltbelasteter Situationen erkennen und aktivieren
  • Elemente der persönlichen Nachsorge anwenden und gestalten

Methoden

  • Vorträge
  • Gruppenarbeit
  • Kommunikationstrainings
  • Anwendung und Übung von Körperinterventionstechniken
  • Videotrainings und Videoanalysen

Zielgruppe

Fachkräfte aus Kita, Kindergarten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Schulbegleiter_innen, Lehrer_innen und Schulsozialarbeiter_innen sowie Fachkräfte in der Betreuung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

In der Teilnahmegebühr sind enthalten

  • Arbeitsmaterialien und Unterlagen
  • Verpflegung
    • Kaffeepausen mit kleinen Snacks
    • leichtes Mittagessen
    • Tagungsgetränke – Apfelsaft und Mineralwasser

Veranstaltungsort

Der Veranstaltungsort, „Leiners Landhotel“, liegt zentral zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg und verfügt über eine direkte Autobahnanbindung. Der Bahnhof Sande (Haltestelle „Sanderbusch“) ist nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt.

Als Seminarteilnehmende können sie auf Anfrage und je nach Verfügbarkeit Vorzugspreise in Anspruch nehmen. Bitte fragen Sie danach. Zimmeranfragen richten Sie bitte direkt an das Hotel.

Leiners Landhotel
Bahnhofstraße 46
26452 Sande

Tel. 04422/95860
info@leiners-landhotel.de
www.leiners-landhotel.de


Referenten

Pfaff, Friderike - FotoFriederike Pfaff zum Referenten
Janssen, Holger - FotoHolger Janssen zum Referenten
Linke MarkusMarkus Linke zum Referenten
2017 (sw)Heidjer Schwegmann zum Referenten
2017 (sw)Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann zum Referenten