„Wenn nichts mehr geht, geht noch was?!“

Umgang mit außergewöhnlichen Verhaltens- und Reaktionsweisen

PädagogInnen sehen sich in ihrem Arbeitsalltag immer häufiger mit außergewöhnlichen Verhaltens- und Reaktionsweisen von Menschen konfrontiert und sind sehr belastenden Situationen ausgesetzt. Grenzverletzungen, verbale oder körperliche An- und Übergriffe sind im Spannungsfeld psychosozialer Arbeit nicht mehr die Ausnahme. Fachkräfte fühlen sich in krisenhaften Situationen hilflos, ohnmächtig, bedroht und sind oftmals damit alleingelassen.

Das Seminar richtet sich an professionelle Helfer_innen, die extrem belastenden Situationen ausgesetzt sind oder waren.

Inhalte des Seminars

  • Systemische Haltungen im Kontext extrem belastender Situationen
  • Kriseninterventionstechniken / Krisenverfahrenspläne
  • Täter – Opfer – Retter – Dynamiken
  • Übertragungs- und Gegenübertragungsmechanismen
  • Neurobiologische Erklärungsversuche
  • Rechtliche Grundlagen von Notwehr und Nothilfe
  • Deeskalierende Kommunikationsformen
  • Umfeldwahrnehmung und Analyse
  • Situationstraining
  • Möglichkeit der Verhaltensreflexion per Videografie
  • Selbstbehauptungsmethoden

Ziele des Seminars

Das Seminar hat das Thema Gewalt und Gewalterleben enttabuisiert. Die Teilnehmenden können eigenes und fremdes Stress- und Konfliktverhalten erkennen. Sie lernen Bewältigungsstrategien in extrem belastenden Situationen kennen. Sie erfahren Grundkenntnisse systemischer Kriseninterventionstechniken und der Einführung von Krisenverfahrensplänen, deeskalierende Kommunikationsformen und Selbstbehauptungsmöglichkeiten.

Zielgruppe

Fachkräfte aus psychosozialen sowie angrenzenden Arbeitsfeldern


Referenten

Detlef WeigelDetlef Weigel zum Referenten
2017 (sw)Jürgen Weihrauch zum Referenten