Werkstattseminar zu Fallarbeit „Systemsprenger“

„Das Kind im Kontext seiner Biografie und Beziehungsmuster“ und „Fallverstehen im Kontext der Team- und Kommunikationsdynamik“

Im Werkstattseminar haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, aktuelle Fälle aus ihrer Praxis anhand der Verstehenden subjektlogischen Diagnostik nach Baumann zu analysieren und im gemeinsamen Austausch neue Handlungsansätze für die weitere Arbeit mit dem betroffenen Kind oder Jugendlichen zu entwickeln.

Hierzu wird Prof. Dr. Baumann das Verfahren der Verstehenden subjektlogischen Diagnostik mit den einzelnen Schritten der Feldtheoretischen Lebensraumanalyse, des szenischen Verstehens, der lebensraumzentrierten Pädagogik und der plananalytischen Kinderdiagnostik erläutern und praxisbezogen erklären. Weiterhin werden Methoden für die Fallvorstellung und die Arbeit mit den Klienten, wie beispielsweise Genogramm, Zeitstrahl, lösungsorientiertes Stärkengespräch, Leitfäden für Anamnese-Interviews, Erarbeitung von Beobachtungsschwerpunkten oder Familienbrett vorgestellt und erklärt.

Im Anschluss sind die Teilnehmenden dazu aufgefordert, in Kleingruppen ihre Fälle unter Hinzunahme der neu erlernten Methoden vorzustellen und durchzuspielen, um so die Biografieverläufe der einzelnen Fälle zu erkennen und Beziehungsmuster aufzudecken. Durch gemeinsame Fallbesprechungen sollen neue Impulse für die Arbeit entstehen.

Wichtig im Zusammenhang mit schwierigen Fallverläufen und eskalierenden Situationen ist auch die Reflexion der eigenen Rolle sowie der Beziehungsdynamiken in pädagogischen Grenzsituationen und institutionellen Eskalationsprozessen. Daher sollen die einzelnen Fälle auch im Hinblick auf Team- und Kommunikationsdynamiken durchleuchtet und erklärt werden.

Schwerpunkte

  • Vertiefendes Analysieren und Verstehen aktueller Fälle der Teilnehmenden
  • Vermittlung des Verfahrens der Verstehenden subjektlogischen Diagnostik nach Baumann
  • Vermittlung von Methoden als Hilfsmittel für ein tieferes Fallverständnis
  • Reflexion der eigenen Rolle und von Beziehungsdynamiken
  • Reflexion institutioneller Eskalationsprozesse

Zielgruppe

Sozialpädagog_innen, Erzieher_nnen, Lehrkräfte und therapeutische Fachkräfte in Kontexten von Jugendhilfe und Schule


Referenten

2017 (sw)Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann zum Referenten